Portugal 2015 – 54.Tag

01.03. Sonntag, 54.Tag – Relaxen ist angesagt, ich bearbeite nebenbei die letzten Fotos der vergangenen Woche. Ab 18:00 nehme ich an der neuen Campertrack-Runde teil. Diverse Wohnmobil fahrende Funkamateure aus Deutschland, Spanien, Portugal und Gran Canaria melden sich am ersten Tag der Runde auf 14.288 kHz rein. Ein sehr gutes Ergebnis, finde ich. Die Runde wird von der deutschen Net-Control DL0IAW aufgerufen und findet jeden Abend um 18:30 MEZ statt. Auch im Internet ist Campertrack vertreten, unter www.campertrack.org findet man diverse Funkamateure die auf der ganzen Welt unterwegs sind. Auf der Schwester-Seite www.yachttrack.org findet man weltweit verstreute Yachten und kann sie verfolgen.

Portugal 2015 – 53.Tag –

  1. 02. Samstag, 53.Tag – Reisetag, wir verlassen Ronda und fahren durch die Gebirgskette Richtung Malaga dem Mittelmeer entgegen. Unterwegs halten wir noch an einem Einkaufszentrum an, aber alle Türen waren zu, in Spanien sind ab Samstag Mittag alle Geschäfte geschlossen, da müssen wir uns erst dran gewöhnen. In Portugal haben alle Märkte auch am Wochenende geöffnet.
    Am frühen Nachmittag treffen wir in Torrox ein, auf einem sehr schönen Campingplatz. Den Nachmittag verbringen wir mit Antennenaufbau und Einrichtung unserer Terrasse. Am Abend gehen wir in eine Pizzaria und lassen uns gut die leckeren Speisen schmecken.

Portugal 2015 – 52.Tag

  1. 02. Freitag, 52.Tag – Nach dem ausgiebigen Stadtbummel am heutigen Tage, nehmen wir uns ein Taxi für die 3 Km bis zum Campingplatz, ein Bus fährt leider nicht bis dort raus und die Mädels können wir nicht noch länger warten lassen.
    Den Abend verbringen wir in dem kleinen, dem Platz angeschlossenem Restaurant. Wir nehmen Platz am offenen Kamin, in dem ein Olivenbaum-Stubben für wohlige Wärme sorgt und lassen uns mit spanischen Köstlichkeiten aus diesem sehr feinen Haus verwöhnen. Am späten Abend klopft es an die WoMo-Tür, unser Kölner Nachbar hat keinen Landstrom und fragt an, ob bei uns noch Netz vorhanden ist. Ich mache ihm erst einmal klar, das meine gesamte Versorgung mit Strom aus den Bordakkus kommt, und ich lediglich zum laden der Akkus Landstrom benötige. Aber nun zu seinem Problem, zuerst öffne ich den Verteilerschrank der für 4 Plätze zuständig ist und schalte die 6 Ampere Sicherung wieder ein. Eine weitere Fehleranalyse ergab, er hatte nur den Heizlüfter auf kleiner Stufe (1000W) in Betrieb, der Toaster toastete das Brot, und beim Einschalten des Wasserkochers war dann plötzlich der Strom weg. Er wolle sich dann am nächsten Morgen bei der Platzleitung beschweren, aber dieses konnte ich ihm ausreden. Er ließ es dann dabei, sich bei seinem Vermieter des Wohnmobils zu beschweren. Das hätte er mir bei der Einweisung sagen müssen. Ja, das hätte er.

Portugal 2015 – 51.Tag

  1. 02. Donnerstag, 51. Tag –

Ronda ist eine Kleinstadt in der andalusischen Provinz Málaga (Spanien). Sie liegt auf einer Höhe von 723 m über dem Meeresspiegel in einer als Serranía de Ronda bekannten Berglandschaft, zu der auch die Naturparks Sierra de Grazalema und Sierra de las Nieves gehören. Die Stadt liegt rund 113 km westlich der Provinzhauptstadt Málaga und 50 km nördlich der Costa del Sol.
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Mit 36.208 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014), Rondeños genannt, und einer Fläche von rund 480 km² ist die Gemeinde Ronda eine der größten Ortschaften unter den „weißen Dörfern“ Andalusiens.
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Die Information für Besucher teilt uns folgendes mit:

Inmitten der bizarren und fast unwirklichen Berglandschaft der Serranía de Ronda befindet sich, am Rande einer 160 Meter tiefen und 70 Meter breiten Schlucht, die unglaubliche Stadt Ronda.

Kaum jemand hat je die 60 Kilometer weite Anreise (von Marbella aus) durch ein Labyrinth enger Bergstraßen bereut, wenn Ronda plötzlich vor ihm auftaucht wie eine Erscheinung. Laut dem Autor Rainer Maria Rilke gibt es in ganz Spanien nichts Überraschenderes als diese Stadt.
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Schon die berühmte und wirklich atemberaubende Brücke allein ist schon die Reise wert, aber Ronda hat noch mehr zu bieten. Die einzige vollkommen aus Stein gebaute Stierkampf-Arena in ganz Spanien, sowie etliche interessante Bauwerke insbesonders aus der maurischen Zeit. Auf dem großen Stadtplatz herrscht reges Leben, und die diversen Restaurants laden dazu ein, Spezialitäten aus der umliegenden Bergregion zu genießen.
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Ronda: Sehenswürdigkeiten
Große Dichter, unter ihnen Rainer Maria Rilke, Gustav Doré und Ernest Hemingway ließen sich von dieser beeindruckenden Stadt inspirieren, viele Zivilisationen prägten ihre Geschichte, und Ronda bewahrt dieses Vermächtnis sorgfältig auf.

13-Mosaike aus Kacheln14-Mosaike aus Kacheln-2

Die Frühgeschichte
Mehrere prähistorische Funde bezeugen die Urgeschichte dieser Region, darunter die Cueva de la Pileta, eine Höhle mit großartigen Wandmalereien, und das Dolmen de Chopo.

12-Marktplatzüberwachung

 

 

Die Römerzeit
Nahe Ronda befinden sich die Reste der römischen Siedlung Acinipo , die unter anderem in den Schriften von Plinius erwähnt wird. Besonders gut erhalten ist das Amphitheater.

10-Hinter den Häusern die Tiefe

 

 

Die Maurische Epoche
Izn-Rand Onda, wie Ronda unter den Mauren hieß, war eine der wichtigsten Städte im muslimischen Spanien. Erhalten sind die arabischen Bäder, die Brücke Puente Viejo.

 

 

 

Überwachung ist alles…….

 

 

 

11-Ruinen von Alcazaba09-nett angelegte Vorgärten20-Ronda-5

21-Ronda-6-In einer nahegelegenen Villa, einst ein Teil der Casa del Gigante, befindet sich das Weinmuseum der Stadt Ronda, das einen Einblick in die Jahrtausende alte Traditions des Weinbaus gewährt. Darüberhinaus werden Weinverkostungen angeboten, die wir leider nicht mitmachen können weil das Haus geschlossen ist. Die Epoche der Rückeroberung Das herausragendste Bauwerk aus dieser Zeit ist das Kloster Colegiata de Santa Maria la Mayor, erbaut an jener Stelle, wo sich zuvor die maurische Moschee befunden hatte. Die jüngere Vergangenheit Trotz der wichtigen Rolle, die Ronda in früheren Epochen gespielt hatte, stammen die eindrucksvollsten Monumente aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
An erster Stelle steht die Puente Nuevo, die Neue Brücke, die sich in einer Höhe von fast 100 Metern über den Fluß Tajo spannt. Sie sieht zwar ähnlich aus wie ein römisches Aqaedukt, wurde aber im 18. Jahrhundert vom Architekten José Martin de Aldehuela erbaut.
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Das andere interessante Bauwerk ist die Plaza de Toros, eine sehr originelle Stierkampf-Arena neoklassischen Stils, erbaut 1784 vom selben Architekten. Sie spielte in der Geschichte des Stierkampfs eine wichtige Rolle: der legendäre Torero Pedro Romero begründete hier die „Escuela Rondeña“, die rondenische Schule des Stierkampfs, die im Gegensatz zur bis dahin tonangebenden sevillanischen Schule stand.
Noch eindrucksvoller als die Bauwerke aber ist zweifellos die spektakuläre Lage der Stadt.
An dieser Stelle lasse ich lieber die Bilder sprechen, denn diese Schönheit der Felsen kann man nur schwer in Worte fassen.
22-Ronda-711-Ruinen von Alcazaba

Portugal 2015 – 50.Tag

  1. 02. Mittwoch, 50. Tag – Gleich nach dem Frühstück werden die Antennen und die Netzversorgung abgebaut, nach Ver- und Entsorgung gehen wir noch mal ins WiFi um Mails abzurufen.
    02-Abschied von der Extremadura
    Dann beginnt unsere Fahrt nach Ronda
    Über Castro Marim, wo wir bei einem kurzem Stop uns von Doris und Manfred verabschieden, geht es über die große Brücke nach Spanien.An Huelva vorbei fahren wir durch den Stadtkern von Sevilla um einmal diese große Metropole wenigstens gesehen zu haben.03-Mandelblüten am Berg
    Weiter geht es nach südosten Richtung Ronda. Hier mieten wir uns auf dem schönen aber nicht billigen Campingplatz ein.
    Uns werden 24€ für eine Nacht abgezogen, sie können es sich leisten, weil es hier keinen Stellplatz für WoMos gibt, auch keine freien Plätze. Andere Möglichkeiten sind vom Stadtkern so weit ab, das sie unattraktiv sind. Aber egal, der Campingplatz ist sauber, und nett aufgebaut. Die freundliche deutschsprachige Rezeptionistin erklärt uns ausgiebig die Sehenswürdigkeiten in und um Ronda. Nach dem Antennenaufbau und einem Fläschchen Vino Tinto läuten wir die erste Nacht in Spanien ein.
    04-Eingang Campingplatz

07-Mandelbaum

 

Diese 3 Kerls bewachen den Campingplatz.

 

 

 

 

 

 

 

Mandelbäume in voller Blüte

06-Mandelblüten

Portugal 2015 – 49. Tag

  1. 02. Dienstag, 49. Tag – Am Heutigen Tage machen wir auf dem Campingplatz Monte Gordo eine ausgiebige Runde. Mit einem Selbstausbauer kommen wir ins Gespräch, er hat eine Mabu-Kabine auf einem Dukato selber ausgebaut. Den Abend verbringen wir mit lesen, funken und der Planung des morgigen Weges.

01-Abschied aus der Extremadura

Portugal 2015 – 48. Tag

02. Montag, 48. Tag – Die morgendlichen Funksignale sind endlich mal wieder besser. Das liegt daran, das ich endlich mal wieder meinen langen Draht auswerfen konnte. Er ist vom Tuner hinten am WoMo auf etwa 7 Meter Höhe 17 Meter lang gespannt. Am Tage haben wir einen ausgiebigen Spaziergang in den Stadtkern von Monte Gordo unternommen, Karin am Strand Monte Gordound haben meiner portugiesischen Internetkarte noch ein paar Euros spendiert, denn auf dem Campissimo reicht das WLAN nur einige Meter weit. Nach der Einkehr in ein gemütliches Cafe mit Apple-Pie und Cafe haben wir noch eine Schleife über den sehr feinen Sandstrand gedreht. Muscheln und Dose

Jetzt weiss ich endlich warum die Muscheln in Öl bei uns so Teuer sind gegenüber Portugal, es gibt sie hier nur als Bausatz. Alle Zutaten findet man am Strand, sogar das Öl fehlt nicht. (oben rechts)

Am WoMo angekommen haben sich unsere beiden Mädels, die wir zurück gelassen haben, gefreut wie 2 junge Hunde, als Ausgleich hat Karin mit ihnen eine große Runde über den großen Platz gedreht.
Zum Platz ist zu sagen, das es ein großer einfacher Campingplatz ist mit sandigem Boden zwischen den geschotterten Wegen. Eine Möglichkeit zum Brötchenkauf ist gegeben, die sanitären Einrichtungen sind sauber aber alt. Der Platz ist leicht mit Pinien bewachsen, jedoch haben wir trotz intensiver Suche, keine Nester von Prozessionsspinnerraupen finden können. Es wird wohl hier großflächig dagegen gespritzt, denn außerhalb des Platzes waren einige Nester zu sehen. An dieser Stelle noch einmal eine dringende Warnung vor diesen Raupen, die für kleinere bis mittelgroße Hunde tödlich sein können. Beim Menschen kommt es bei einer Kontaminierung zu starken Hautreizungen bis hin zu allergischen Reaktionen. Interessant ist, das die kaum sichtbaren Nesselhaare bis zu 8 Jahre auf der Erde oder in den leeren Nestern aktiv bleiben und ihre Gefahr nicht verlieren. In Deutschland gibt es den Eichenproßessionsspinner, der genau so gefährlich ist. Es wird aber gegen diesen Eindringling in Deutschland nicht gespritzt, weil noch andere Arten in Mitleidenschaft gezogen werden. Hoffentlich entwickelt die Chemie bald ein selektives Gift gegen diese Mottenart.

 

Portugal 2015 – 47. Tag

02. Sonntag, 47. Tag – Ich habe mal von der letzten Märzwoche, unsere geplante Rückkehr, rückwärts gerechnet. Wenn wir 5 Tage in Deutschland einplanen, und ebenfalls 5 Tage in Frankreich, dann müssen wir am 15. März Spanien verlassen. Aber noch sind wir nicht in Spanien, zwar an der spanischen Grenze, aber in Portugal in Monte Gordo.

Möwe Monte GordoDen Stellplatz in Manta Rota den wir eigentlich anfahren wollten ist proppevoll, der Freie Platz ist vor 2 oder 3 Tagen Geräumt worden. So sind wir in Monte Gordo auf dem Campingplatz gelandet. Auch hier wurde der freie Stellplatz am Tag zuvor rigoros geräumt. Ich verstehe das nicht ganz was sich die Behörden dabei denken, denn die Wohnmobile haben auch eine gewisse Wirtschaftskraft. Wenn die Orte alle ein stück Wiese vorbereiten würden und mit einer Entsorgung versehen, könnten sie doch einen kleinen Obolus eintreiben. Aber das Räumen bringt sowieso nichts auf Dauer, dann suchen sich die Wohnmobilisten andere Plätze.

Auf dem Amateurfunksektor hat sich auch einiges stabilisiert. Ich bin jeden Morgen in der CAMPERTRACK.ORG Runde auf 14.288 kHz um 08.00 utc und höre ab 09.00 utc speziell auf Signale aus der Heimat. Die anderen OMs wissen das und halten sich zurück wenn eine Station mich anruft. Einige Verbindungen habe ich so schon erfolgreich loggen können. Neben den festen Teilnehmern der morgendlichen Runde habe ich Matthias, Ralf, Gerd, Andreas, Mathias, Hermann und Werner auf meiner Liste stehen.

Watt mit Boot Heute habe ich ein Foto von meinem erstandenem Boot bekommen, ich habe es gleich weiter verschenkt…..
Das Bild, und auch das Boot, dann siedeln wir halt nicht um.

Portugal 2015 – 46. Tag

02. Samstag, 46. Tag – Die Nacht war sehr ruhig und einsam, nach einem tollen Sonnenaufgang sitzen wir bei einem ausgiebigen Frühstück. In 200 Meter Entfernung stehen die Überreste eines alten Castells welches das Militär vor einigen Jahrhunderten errichtete um das Land gegen die Mauren zu verteidigen. Wie von einem Aussteiger zu erfahren war, ist östlich von Cabanas das gleich Castell errichtet worden, welches aber sehr gut restauriert wurde und heute als Hotel genutzt wird.
Watt ohne Wasser mit Austernsuchern

Austern Diese Gegend gefällt uns sehr gut, so das wir von einem Fischer ein kleines Schiff gekauft haben, was wir aber hier liegen lassen werden, um immer mal wieder hier her zu kommen, vielleicht auch ganz hier zu bleiben. Wir haben das Boot noch nicht gesehen, aber es war günstig, Na mal sehen was sich daraus ergibt

 

Am Nachmittag fahren wir weiter Richtung Osten, wir müssen ja langsam unsere Heimreise planen.

Portugal 2015 – 45. Tag

02. Freitag, 45.Tag – Nach dem Frühstück setzen wir unsere Reise fort, von Pedras dEl Rei auf die sehr schön gelegene Landzunge südöstlich von Tavira.

MAN aus MünsterAm Kreisverkehr bei Continente in Tavira kaufen wir noch das nötigste ein. Hier steht auch ein schöner MAN Truck mit einer Bocklet-Kabine, leider nicht unser. Am Kreisel schlagen wir uns auf sehr schmalen Wegen, die vielen Löcher umfahrend auf die von Gerolf vorgeschlagene kleine Halbinsel.
Blick aus dem WoMo
Blick aus dem WoMo-Fenster Richtung Süden

Dort angekommen erwartet uns nichts besonderes, total trostlose Gegend. Nur ein paar Fischer sehen bei Ebbe nach ihren Austernkolonien um einige Eimer für das Sonntagsessen zu ernten. Bei Flut wird die geschotterte Landzunge nur etwa 15 Meter breit und 30 cm unter uns steht das Wasser. Hier haben wir immer abfahrtbereit die Nacht verbracht, mit einem Blick auf die Lichter von Tavira und Cabanas.

Hier mal zwei Bilder meines Amateurfunk-Equipments.

Antennenrute GFK
oberes Bild: 17 Meter Draht vom Tuner am Fahrradträger über die GFK-Peitsche zum Busch unten links gespannt.

externes AFU-Equipment

 

unteres Bild: links der GFK-Mast an der Leiter befestigt, rechts davon der Automatik-Tuner CG-3000 mit 17 Meter DX-Wire. An der rechten Ecke sitzt die Screwdriver-Antenne von Tarheel. Die Fahrradträger-Einheit ist Masseseitig mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbunden.